Studien setzen auf Biomasse: 14 Prozent Energiegewinnung möglich
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Der WWF-Studie zufolge könnten die Industrieländer bis 2020 etwa 15 Prozent ihrer Stromgewinnung von Kohle auf Biomasse umstellen und so ihren jährlichen Kohlendioxid-Ausstoss um eine Milliarde Tonnen senken. Bislang werde erst 1 Prozent des Stromes aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, etwa aus der Verbrennung von Althölzern. Die Förderung der Biomasse verspreche zudem etwa 400 000 neue Jobs, vor allem in ländlichen Regionen.
"Bis 2020 könnten 100 Millionen Haushalte mit Biomasse-Strom versorgt und 400 Kohle-Kraftwerke abgeschaltet werden", erläuterte WWF-Energie-Expertin Claudia Kunz mit Blick auf die Industrieländer. "Die Politik hat die enormen Potenziale der Biomasse bislang vernachlässigt."
Auch das Öko-Institut forderte eine "aktive Biomasse-Politik", mit einer konsequenten Verwertung von Rest- und Abfallstoffen sowie dem Anbau von "Energiepflanzen" wie Raps. Auf längere Sicht müsse der Einsatz von Biomasse dezentral organisiert werden, heisst es in der Studie, die vom Bundesumweltministerium gefördert wurde. Die Spanne reiche von Gülle betriebenen Anlagen auf Bauernhöfen bis zu kleinen Holzhackschnitzel-Kraftwerken. Dadurch könnten allein in Deutschland bis zu 200 000 neue Jobs geschaffen werden.
Ohne die Förderung der Energiegewinnung aus Biomasse können die Industrieländer nach Einschätzung des WWF die im Kyoto-Protokoll vereinbarten Klimaziele nicht erreichen.
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