Studie zum Stromverbrauch bei Frauen und Männern
Köln - Immer mehr Deutsche interessieren sich für ihren Energieverbrauch. Dabei gibt es teilweise deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Wo weit verbreitete Klischees bestätigt und wo sie widerlegt werden können, zeigt eine EMNID-Studie im Auftrag von E WIE EINFACH auf.
So entkräftet die Studie das Vorurteil, dass Frauen länger im Bad brauchen. Demnach sind Männer die wahren Warmduscher: „Zumindest duschen wir mit im Schnitt 66 Minuten pro Woche länger“, erklärt Paul-Vincent Abs, der Geschäftsführer von E WIE EINFACH. Frauen kommen nur auf durchschnittlich 60 Minuten wöchentlich und sparen so rund 76 Euro im Jahr an Stromkosten für das Aufheizen des Duschwassers.
Ein Gleichstand ist etwas überraschend beim Staubsaugen zu verzeichnen: Jeweils 49 Minuten pro Woche reinigen sowohl Singlemänner als auch Singlefrauen. Ganz geschlechterunabhängig bedeutet das etwa zwanzig Euro Stromkosten im Jahr.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: „Frauen sind beim Stromsparen schlauer“, fasst Abs zusammen. Dies zeigt sich etwa beim Standby-Betrieb von TV-Geräten, einem der unnötigsten Stromfresser im Haushalt: Männer lassen ihren Fernseher pro Woche 22,68 Stunden länger im Standby-Betrieb. Das ergibt für die energiebewussten Damen eine um 7,75 Euro geringere Stromrechnung im Jahr.
Teilweise bestätigt die Studie allerdings auch übliche Vorurteile: Der private Computer oder Laptop ist Männersache. Das „starke Geschlecht“ nutzt ihn im Schnitt 2,4 Stunden am Tag, die Frauen schalten nur 1,1 Stunden täglich ein. „Auf der Stromrechnung macht dies aber kaum einen Unterschied“, betont Geschäftsführer Abs, „die Männer zahlen für ihre Mehrnutzung nur etwas mehr als zwei Euro im Jahr zusätzlich.“
Die EMNID-Studie im Auftrag von E WIE EINFACH untersuchte den Stromverbrauch von Singlehaushalten in Deutschland. Dafür wurden im November 2010 bundesweit mehr als 1.000 alleinstehende Männer und Frauen befragt.
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