Studie: Politische und soziale Internetzensur nimmt weltweit zu

AFP
Bild: Adresszeile eines Internetbrowsers



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London (AFP) - Die politische und soziale Zensur von Internetseiten nimmt einer internationalen Studie zufolge zu. Besonders den Menschen in Asien, dem Nahen Osten und Nordafrika werde der Zugang zu politischen, kulturellen, religiösen und sexualitätsbezogenen Informationen versperrt, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Das Forschungsprojekt von Experten der Universitäten Oxford, Cambridge, Harvard und Toronto soll den Auftakt für eine jährliche Untersuchung der so genannten OpenNet Initiative werden. Die Wissenschaftler machten sechs Staaten aus, die besonders intensiv politische Informationen zensierten: Birma, China, Iran, Syrien, Tunesien und Vietnam.

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Iran, Oman, Saudi Arabien, Sudan, Tunesien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen filterten besonders im sozialen Bereich aus. Während Südkorea nur bei einem Thema zensiere, nämlich Nordkorea, stehe bei anderen Ländern wie Iran, China und Saudi-Arabien eine ganze Reihe von Themen auf dem Index. "Die Untersuchung zeigt, dass die Internetzensur weltweit zunimmt", sagte John Palfrey, geschäftsführender Direktor des Berkmann Centers für Internet und Gesellschaft. Zudem würden vielfach nicht nur einzelne Webseiten gesperrt, sondern ganze Anwendungen wie YouTube außer Kraft gesetzt. Allerdings gebe es auch einige Staaten, die entgegen weit verbreiteten Annahmen nicht zensierten, wie Afghanistan, Irak, Israel, Russland und Malaysia.


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