Studie: Kunden von Billigstromanbietern müssen bald tiefer in die Tasche greifen
Berlin - Kunden von Billigstromanbietern werden einer Studie zufolge künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Billigversorger seien heute meist nicht nachhaltig profitabel und würden langfristig weniger neue Kunden finden als bislang, ergab die am Montag in Berlin vorgestellte Untersuchung der Beratungsfirma A.T. Kearney. Die zur Zeit oft hohen Preisunterschiede, die von den Discountanbietern ausgingen, werden sich der Prognose zufolge deutlich verringern. Die Preise insgesamt würden steigen, schrieben die Autoren der Studie.
Ziel vieler Billigstromanbieter sei derzeit vor allem, auf den besten Platzierungen bei Internet-Vergleichsportalen für Verbraucher zu landen, erklärte A.T. Kearney. Da dieses Modell aber auf lange Sicht kaum wirtschaftlich sei, müssten die Unternehmen ihre Kunden auf lange Sicht auf ein höheres Preisniveau führen. Deutlich bessere Chancen haben der Studie zufolge die Ökostromanbieter, die zur Zeit am Markt seien. Unternehmen, die "in ihrem gesamten Unternehmensauftritt konsequent ökologisch orientiert" seien, arbeiteten schon jetzt profitabel. "Während sich viele Ökostromangebote nachhaltig etablieren, werden zahlreiche der Billigstromtarife in der aktuellen Form sukzessive vom Markt verschwinden", heißt es in der Studie.
Video: So funktioniert der Stromanbieterwechsel
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