Studie: Handys verursachen keine Krebstumore
dpa
Kopenhagen (dpa) - Handy Nutzer haben einer deutsch-dänischen
Studie zufolge kein gesteigertes Risiko für gutartige Tumore am
Hörnerv. Wie die Kopenhagener Gesellschaft zur Krebsbekämpfung am
Mittwoch mitteilte, wurden 106 an dem so genannten Akustikusneurinom
erkrankte Menschen über zwei Jahre beobachtet und nach ihrer Nutzung
von Mobiltelefonen befragt. Es sei auch beim Vergleich mit der
doppelten Anzahl gesunder Menschen kein gesteigertes Krankheitsrisiko
festzustellen gewesen. An der Studie war auch ein Team um Joachim
Schüz (rpt Schüz) von Universität Mainz beteiligt.
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Die zuständige Projektleiterin Helle Collatz Christensen erklärte,
man habe die Geschwulst in den Hörnerven untersucht, weil sie in
unmittelbarer Nähe des Handys entstehe und somit kräftigen
Radiowellen ausgesetzt sei. Bei aller Vorsicht wegen der niedrigen
Zahl untersuchter Personen und des stark eingegrenzten
Untersuchungszieles vermute man, dass Mobilfunk nicht Auslöser für
die Erkrankung ist.
Das dänische Forschungsprojekt ist Teil der gross angelegten und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiierten "Interphone"- Studie zur Ursachenfindung bei Gehirntumoren mit mehr als 10 000 Menschen. Die dänische Teilstudie wurde im "American Journal of Epidemiology" (Bd. 159, Nr. 3) veröffentlicht.
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