Studie: Erneuerbare Energien können Kernenergie nicht ersetzen
Die Erneuerung bestehender Windkraftwerke (Repowering) scheitert oft an bürokratischen Hürden und trotz jahrelanger Planungsarbeiten gibt es noch keinen Offshore-Windpark vor der deutschen Küste. Das Potenzial der Solarenergie wird in Deutschland aus Witterungsgründen als begrenzt eingeschätzt, während bei der Produktion von Strom aus Biomasse vor allem die künftige Preisentwicklung ein Risiko darstellt. Die HWWI-Studie geht davon aus, dass auch künftig neue Kohlekraftwerke gebaut werden, um den bisherigen Beitrag der Kohle zur Stromversorgung aufrecht zu erhalten. Doch auch dagegen gibt es zunehmend Widerstand aus der Politik und von Umweltverbänden.
Der deutsche Strombedarf könne künftig nur dann aus inländischer Erzeugung gedeckt werden, wenn er Jahr für Jahr abnehme, was nicht realistisch sei, sagte HWWI-Forscher Michael Bräuninger. Er spreche sich für "Brückentechnologien" auf der Basis fossiler Brennstoffe aus, um die zu erwartende Stromlücke zu schließen. Dazu zählten CO2- freie Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke.
Die HVB gab zwei Studien zu der Thematik in Auftrag, da sie zu den führenden Finanzierern erneuerbarer Energien in Deutschland zählt und das Geschäft ausbauen will. Das gegenwärtige Finanzierungsvolumen der HVB allein in der Windkraft bezifferte Schmittmann auf rund vier Milliarden Euro. Bis 2020 seien Investitionen in erneuerbare Energien von 80 bis 90 Milliarden Euro zu erwarten.
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