Studie: Energieversorger suchen Partner für Smart Energy
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Hamburg - Das Motto bei deutschen Energieversorgern scheint zu lauten: "Kooperation statt kaufen". 93 Prozent suchen nach strategischen Partnerschaften, dagegen ist der Erwerb von Unternehmen nur noch für jeden fünften Versorger interessant. In diesen Punkten unterscheidet sich der Energiesektor deutlich von anderen Branchen. Dies ergibt die Studie „Branchenkompass 2010 Energieversorger“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.
Das Interesse an Kooperationen hat sowohl bei großen als auch bei kleinen Versorgern deutlich zugenommen. Der Grund: Stärker als in anderen Branchen ist im Energiesektor eine Marktsegmentierung zu beobachten. Unternehmen werden künftig gezwungen sein, sich auf ausgewählte Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Soll das Angebot aber trotzdem alle Stufen der Wertschöpfungskette abdecken, müssen die Unternehmen sich Partner für eine Zusammenarbeit suchen.
Die Spezialisierung wird vor allem durch die Entwicklung im Bereich Smart Energy vorangetrieben. Sie ist mit einer Vielzahl neuer Produkte und Dienstleistungen verbunden wie beispielsweise Angebote rund um das intelligente Wohnen (Smart Home) und Elektromobilität. Vielen Unternehmen mangelt es zudem an Geld sowie technischem und organisatorischem Know-how, um die mit Smart Metering verbundenen Investitionen umzusetzen. Kooperationen bieten die Möglichkeit, Kosten und Risiken zu minimieren.
Aber auch die zunehmende Wechselbereitschaft der Verbraucher zwingt die Unternehmen zur Zusammenarbeit. 85 Prozent der Befragten planen, bis 2012 Vertriebskooperationen einzugehen. Beispiele wie Clevergy – eine Initiative der kommunalen Energieversorger aus Hannover und Nürnberg – oder energieGUT – ein Zusammenschluss von 18 unabhängigen Stadtwerken – zeigen, wie die Versorger neue überregionale Marken aufbauen. Begehrte Vertriebspartner werden künftig auch Messstellenbetreiber und -dienstleister sein. Sieben von zehn Befragten planen, mit ihnen zusammenzuarbeiten.
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