Studie: Beitrag des Verbraucherverhaltens zum Klimaschutz
Berlin – Eine im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/die Grünen erstellte Kurzstudie hat den Beitrag des Verbraucherverhaltens zum Klimaschutz untersucht. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass bei vielen Menschen der Wunsch besteht, zum Klimaschutz und zur Erreichung ökologischer Ziele beizutragen. Allerdings seien die Verbraucher in vielen Bereichen damit überfordert, ihre Konsumentscheidungen in Hinblick auf den Klimaschutz zu beurteilen.
So könnten Verbraucher beispielsweise nicht erkennen, welche Ökostromtarife tatsächlich einen ökologischen Mehrwert aufwiesen. Daher fordert die Studie eine gesetzliche Festlegung des Begriffes „Ökostrom“ und eine entsprechende Kontrolle der jeweiligen Anbieter. Diese Definition soll eine zweistufige Bewertung beinhalten, bei der zunächst der ökologische Zusatznutzen von Ökostromprodukten klar dargestellt wird. Anschließend soll auch die Glaubwürdigkeit des jeweiligen Stromanbieters bewertet werden.
Die Studie untersucht noch acht weitere Bereiche, in denen Verbraucherentscheidungen unterschiedlichen Einfluss auf die Erreichung der Klimaschutzziele haben. Es wird festgestellt, dass die Dringlichkeit der Umsetzung der Klimaziele es erfordert, nicht nur auf entsprechende Verbraucherentscheidungen zu hoffen. Es müssten mehr politische Entscheidungen getroffen werden, mit denen die Verantwortung für klimaschonende Produkte auf die entsprechenden Hersteller verlagert wird.
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