Stromversorger: Jetzt alle Optionen mit Kernenergie auf den Tisch
dpa | 04.04.2006
Berlin (dpa) - Die Stromversorgungsunternehmen setzen nach dem Energiegipfel weiter auf verlängerte Laufzeiten von Atomkraftwerken. "Der Energiegipfel hat den Grundstein für ein energiepolitisches Gesamtkonzept gelegt", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Eberhard Meller, am Dienstag in Berlin. In den von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigten Arbeitsgruppen müssten jetzt "ernsthaft alle Energieträger einschließlich der Kernenergie mit ihren Vor- und Nachteilen auf den Tisch gelegt werden".
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Mit den von Merkel angekündigten zusätzlichen Mitteln für die Energieforschung bis 2009 gehe die Bundesregierung den richtigen Weg. "Dies ist eine richtige Maßnahme, um nicht zu sehr von einzelnen Energieträgern und Lieferanten aus dem Ausland abhängig zu sein", betonte Meller. Mit den weiteren Arbeitsgesprächen müsse das Gleichgewicht zwischen Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit wieder hergestellt werden. "Dabei ist es unverzichtbar, gleich mit über den Tellerrand zu schauen, damit Lösungen im europäischen Maßstab gefunden werden."
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