Strompreise in Hamburg sinken um 7,8 Prozent

dpa
Bild: Stromleitungen



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Hamburg (dpa) - Der Energieversorger Vattenfall senkt seine Strompreise in Hamburg ab sofort um durchschnittlich 7,8 Prozent. Damit gebe Vattenfall die Senkung der Netznutzungsentgelte durch die Bundesnetzagentur an die Stromkunden weiter, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Bei einem typischen Strombedarf von 2500 Kilowattstunden im Jahr werde ein Haushalt um rund 40 Euro entlastet und zahle im Tarif "Hamburg Classic" knapp 500 Euro für seinen Strombedarf. Insgesamt würden die Hamburger Stromkunden um rund 48 Millionen Euro entlastet.

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Die Netzagentur hatte die beantragten Nutzungsentgelte für das Hamburger Stromnetz zuvor erheblich um rund 25 Prozent gekürzt. Diese Netzkosten machen rund ein Drittel der Stromkosten aus. Der Hamburger Senat hatte eine Preiserhöhung von 5,1 Prozent im Mai dieses Jahres nur unter der Voraussetzung genehmigt, dass die erwartete Senkung der Netzentgelte voll an die Kunden weitergereicht wird. "Meine Erwartungen an sinkende Stromkosten werden damit sogar noch erheblich übertroffen", sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU). Die Preiserhöhung aus dem Mai werde mehr als zurückgenommen.

Da Vattenfall bis zur Mitte des kommenden Jahres keine Preiserhöhung beantragen will, bleiben zumindest die Nettopreise bis dahin stabil. Zum Jahresbeginn wird allerdings die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent wirksam, die sich auch auf die Strompreise auswirken wird. Rein rechnerisch steigen die Kosten für einen Haushalt mit 2500 Kilowattstunden Verbrauch wieder um 13 Euro.

Die schleswig-holsteinischen Stromkunden des Unternehmens E.ON Hanse können dagegen nicht mit einer Preissenkung rechnen, obwohl auch hier der Bescheid der Bundesnetzagentur zu den Nutzungsentgelten noch aussteht. E.ON Hanse hatte sich bereits am Montag mit dem Kieler Wirtschaftsministerium darauf geeinigt, die Nettopreise stabil zu halten und auf eine beantragte Preiserhöhung wegen höherer Bezugskosten zu verzichten. Im Gegenzug muss E.ON Hanse die sinkenden Kosten durch niedrigere Netzentgelte nicht weitergeben.



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