Stromausfall in Karlsruher Innenstadt - Brand beim Kraftwerk

dpa, Verivox
Bild: Stromleitungen



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Karlsruhe (dpa) - Ein Stromausfall hat am Mittwochabend die gesamte Karlsruher Innenstadt über eineinhalb Stunden lahmgelegt. Grund sei nach neuen Erkenntnissen der Feuerwehr ein Brand in einem Trafogebäude des Energiekonzerns EnBW unmittelbar neben einem Kraftwerk am Rheinhafen, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Von dem Stromausfall um 17.35 Uhr seien etwa 50 000 Haushalte betroffen gewesen. Kurz nach 19.00 Uhr sei der Großteil der Innenstadt wieder am Netz gewesen. Zahlreiche Telefonleitungen waren allerdings bis in den späten Abend stumm oder überlastet.

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Zunächst waren die Experten von einem technischen Defekt und einem Brand in dem Kraftwerk ausgegangen, ein Sprecher der Stadtwerke sprach nach dem Zwischenfall von einem Trafoschaden auf Höchstspannungsebene. Der Brand in dem von der EnBW betriebenen Trafogebäude habe sich allerdings lediglich ausgewirkt auf die Stromversorgung der Stadtwerke, sagte ein Polizeisprecher. Experten wollten die genauen Ursache für den Defekt am Donnerstag untersuchen.

Weil Straßenlampen und Ampelanlagen ausfielen, kam es zu langen Staus. Straßenbahnen blieben mitten auf der Strecke stehen. Im Städtischen Klinikum wurden wie in vielen Geschäften in der Innenstadt die Notstromaggregate aktiviert. Mobilfunknetze waren ebenfalls zeitweise zusammengebrochen. Zahlreiche Anrufe besorgter Karlsruher gingen bei der Polizei ein. Mehrere Menschen saßen in Aufzügen fest und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Es gab aber bis zum Abend keine Angaben über mögliche Unfälle. Während vor allem in östlichen Stadtgebieten die Lichter bereits gegen 18.00 Uhr wieder angingen, mussten sich die Karlsruher im Zentrum und in der Weststadt gedulden.

Das Städtische Elektrizitätswerk in der Nähe des Rheinhafens liefert seit 1951 auch Fernwärme und trägt seitdem auch die Bezeichnung Heizkraftwerk-West (HKW-West). Inzwischen ist die Fernwärmeverteilung zur Hauptaufgabe des Werkes geworden. Das Werk bezieht den größten Teil seines Stroms vom Energiekonzern EnBW und wird seit 1997 zur Stromerzeugung nur noch als Spitzen- und Reservekraftwerk eingesetzt.



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