Stromabrechnungen künftig einheitlich und transparenter

Verivox | 03.07.2009
Bild: Stromrechnung unter die Lupe nehmen


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Berlin - Verbraucher werden auf ihren Stromabrechnungen künftig bundesweit einheitlich und transparenter die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehenden Mehrkosten erfahren. Das regelt die so genannte Ausgleichsmechanismusverordnung (AusglMechV). Dieser hat der Deutsche Bundestag heute mit einem entsprechenden Votum in seinem Plenum zugestimmt. Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), erläuterte, dass diese neue Verordnung aus Kundensicht wichtig sei, weil die Transparenz des EEG deutlich erhöht werde. Für die Unternehmen bringe die Verordnung Planungssicherheit, Effizienzsteigerungen und damit Kosteneinsparungen. So stehe auch mehr Geld für Investitionen zur Verfügung.


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Die Energiewirtschaft erwartet von der neuen Regelung, die der BDEW bereits im Vorfeld der EEG-Novelle im Jahr 2008 vorgeschlagen hatte, eine deutlich verbesserte Effizienz des EEG. Wurden bisher die nach dem EEG vergüteten Strommengen in einem aufwändigen Verfahren auf alle Stromvertriebsunternehmen in Deutschland verteilt (EEG-Ausgleichsmechanismus), soll ab dem 1. Januar 2010 nur noch ein rein finanzieller Ausgleich für den EEG-Strom erfolgen. Dieser soll künftig von den vier Übertragungsnetzbetreibern an der Strombörse EEX in Leipzig am Spotmarkt verkauft werden. Dabei bleibt die Investitionssicherheit für die Betreiber von regenerativen Anlagen gewährleistet. Schätzungen der Bundesregierung zu Folge könnten die Einsparungen im "dreistelligen Millionenbereich" liegen.

"Die Energiebranche hätte sich jedoch nicht einen halben, sondern einen ganzen Schritt bei der Weiterentwicklung des EEG gewünscht. Neben dem neuen Ausgleichsmechanismus hätten noch in dieser Legislaturperiode auch deutlichere Anreize zur Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien beschlossen werden müssen", sagte Müller. Der BDEW bedauere daher, dass es in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr zu einer sachgerechten Lösung für die Marktintegration der erneuerbaren Energien gekommen sei. Er werde sich weiterhin für die Marktintegration regenerativer Energien einsetzen.

Video: So funktioniert der Stromanbieterwechsel



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