Strom wird durch gekürzte Solarförderung nur 0,3 Cent billiger
Frankfurt/Main - Trotz der zusätzlichen Kürzung der Solarförderung wird der Strom für Verbraucher offenbar kaum billiger. In einem Formulierungsentwurf des Bundesumweltministeriums für die geplante Gesetzesänderung heißt es laut "Frankfurter Rundschau" vom Freitag, dass aufgrund der Kürzung die Stromkosten durch eine kleinere Umlage "niedriger ausfallen würden als im Fall eines ungebremsten weiteren Ausbaus". Danach soll der Strompreis rein rechnerisch gegenüber einer unveränderten Förderung pro Kilowattstunde aber gerade einmal um 0,3 Cent geringer ausfallen.
Die Kosten für die Förderung von Solaranlagen werden auf alle Stromverbraucher umgeschlagen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat vorgeschlagen, die Förderung von Solarstrom in diesem Jahr um 15 bis 25 Prozent zusätzlich zu den ohnehin vorgesehenen Kürzungen zurückzufahren. Damit soll vermieden werden, dass die boomende Solarindustrie zu stark gefördert wird und die Subventionen zu viel Geld kosten.
Nach Darstellung des Ministeriums stiege die Umlage dem Bericht zufolge im Falle des Kürzungsszenarios für den Endkunden von 2,1 Cent je Kilowattstunde in 2011 auf rund 2,3 Cent im Jahr 2015, um danach wegen der sinkenden Solarvergütung und des Herausfallens der ersten Anlagen aus der Förderung auf 0,2 Cent abzusacken. Ohne die von Röttgen geplanten gesetzlichen Korrekturen stiege die EEG-Umlage im Jahr 2015 um auf 2,6 Cent je Kilowattstunde.
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