Strom für Ost-Firmen teurer als im Westen
dpa | 13.08.2008
Erfurt (dpa) - Firmen in Ostdeutschland zahlen im Schnitt ein Viertel bis ein Drittel mehr Strom-Netzentgelte als West-Firmen. Das gehe aus der neuesten Industriestrom-Erhebung des Verbands der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hervor, berichtet die in Erfurt erscheinende "Thüringer Allgemeine" (Mittwoch). Die Netzentgelte machten in Deutschland im Schnitt etwas mehr als ein Viertel des Industrie-Strompreises aus. Zwischen dem geringsten West- Entgelt und dem höchsten Ost-Entgelt liege demnach ein Unterschied von 252 Prozent.
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Im Schnitt kostete die Kilowattstunde Niederspannungs-Strom an Netzentgelt im Osten 4,34 Cent, im Westen 3,26. Das entspreche einer Differenz von 33 Prozent. Bei höheren Spannungen sinke der Unterschied nach VIK-Angaben auf 25 Prozent. Diese Unterschiede können laut VIK-Sprecher Roland Schmied in einzelnen Fällen "zu einer deutlich höheren finanziellen Belastung vergleichbarer Stromkunden in den neuen Ländern führen". Es gebe insgesamt Fortschritte: "Noch vor wenigen Jahren waren die Netze in Ostdeutschland nahezu ausnahmslos teurer als im Westen der Republik, dies gilt heute nicht mehr."
Die Differenzen sind laut Verband unter anderem auf eine entsprechende Regelung in der Netzentgeltverordnung zurückzuführen. Nach der können Netzbetreiber in Ostdeutschland höhere Entgelte genehmigt bekommen, weil sie Investitionen nach der Wiedervereinigung 1990 geltend machen können.
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