Streit um Engpässe bei DSL-Anschlüssen zieht sich hin
Auf Druck der Wettbewerber Telefonica und der Vodafone-Tochter Arcor verfügte die Bundesnetzagentur daher, dass die Telekom bis April ihre monatliche Kapazität auf 330.000 TAL-Anschlüsse deutlich erhöhen muss. Sollten die Vorgaben ab April nicht erfüllt werden, erhalten die betroffenen Konkurrenten von der Telekom knapp vier Euro pro Tag und Anschluss. Im Gegenzug erhält die Telekom eine Entschädigung, sollten die Wettbewerber ihren zuvor beantragten TAL-Bedarf nicht abrufen.
Ungeachtet der Neuregelung sieht der VATM die Telekom-Konkurrenten weiter durch den Marktführer benachteiligt: Trotz anderslautender Beteuerungen könne keine Rede davon sein, dass der Auftragsrückstau nachhaltig abgearbeitet worden sei, sagte Geschäftsführer Jürgen Grützner. "Die Zeit der Appelle und Ankündigungen ist vorbei, jetzt müssen Taten folgen."
Ein Telekom-Sprecher wies die Kritik des VATM zurück. Die Telekom habe bereits vorzeitig das von der Netzagentur geforderte Volumen den Wettbewerbern zur Verfügung gestellt, sagte er. Die Konkurrenten sollten nun den Bestellprozess "in Ordnung bringen" und sich an die Planungsvereinbarungen halten. Die Bundesnetzagentur will nach eigenen Angaben "zeitnah" eine Entscheidung darüber fällen, ob die Telekom ihre Wettbewerber bei der TAL-Umschaltung behindert.
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