Streit um Anteil der Energiekonzerne an Atommüll in der Asse

dpa
Bild: Behälter für Atommüll


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Hannover - Nach den Pannen im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel löst die Frage nach der Herkunft des eingelagerten radioaktiven Abfalls neuen Streit aus. Laut einem Bericht des ARD-Magazins "Panorama" vom Donnerstag stammt ein erheblich größerer Teil aus kommerziellen Atomkraftwerken als bisher behauptet.


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Das Bundesforschungsministerium habe die Herkunft der Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll jahrelang verschleiert. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Asse-Betreiber bestätigte über einen Sprecher, dass nach Informationen von 2002 mehr als 70 Prozent der Radioaktivität aus 13 Atomkraftwerken stamme.

Das Forschungsministerium wies die Anschuldigung zurück. Laut ARD- Magazin erklärte es, dass nur etwa 5 Prozent des radioaktiven Asse- Mülls aus der kommerziellen Energiewirtschaft stammten. Der größte Teil komme aus öffentlichen Forschungseinrichtungen. Nach Angaben des BfS sind dagegen rund 49 000 der insgesamt 126 000 Fässer auf Atomkraftwerke zurückzuführen. Erst vor kurzem hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) eine finanzielle Beteiligung der Atomindustrie an der Sanierung des maroden Atommülllagers gefordert.



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