Störfall im AKW Ignalina - litauische Stromversorgung gefährdet

dpa, Verivox | 09.11.2007
Bild: Stromleitungen


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Vilnius (dpa) - Das als gefährlich geltende Atomkraftwerk Ignalina in Litauen ist durch einen Kurzschluss in der elektrischen Anlage lahmgelegt worden. Damit wurde die Stromversorgung des baltischen Landes in Gefahr gebracht. Wie die Nachrichtenagentur BNS am Freitag meldete, habe es bei dem Störfall am Vorabend keinen Austritt von Radioaktivität gegeben. Litauen verfügt für die eigene Stromversorgung nur über das zur Sowjetzeit gebaute AKW vom selben Typ wie der Unglücksreaktor Tschernobyl.

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Das Land ist sonst von Stromimporten aus Russland sowie aus den baltischen Nachbarstaaten Estland und Lettland abhängig. Ein Sprecher des litauischen Stromversorgers Lietuvos Energija erklärte, man müsse umgehend mit Russland über eine Erhöhung der Stromexporte von dort verhandeln.

Die baltischen Staaten und Polen wollen zur Verringerung ihrer Energie-Abhängigkeit von Russland gemeinsam ein neues Atomkraftwerk in Ignalina mit einer Kapazität von 3200 bis 3400 Megawatt bauen. Sie haben sich aber bisher nicht auf einen Fahrplan einigen können. Der letzte noch produzierende Reaktor in dem als gefährlich geltenden alten Kraftwerk von Ignalina muss bis 2009 abgeschaltet sein. Dies hatte Brüssel zur Bedingung für die Aufnahme Litauens in die EU gemacht.



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