Stiftung Warentest: Kostenlose E-Mail-Dienste erhalten nur durchschnittliche Noten

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Bild: Laptop mit Spam-Mails


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Berlin - Kostenlose E-Mail-Dienste gibt es mittlerweile eine ganze Menge. Doch in den meisten Fällen nervt ihre Werbung. Die Stiftung Warentest hat die Gratis-Angebote einmal genauer unter die Lupe genommen: die meisten erhielten nur durchschnittliche Noten. Dabei wurden insgesamt 18 Angebote, darunter 11 kostenfreie, auf den Prüfstand gestellt. Unter diesen war nur das Premiumangebot von Yahoo wirklich werbefrei. Mail Plus kostet 1,25 Euro im Monat, überzeugte im Test aber nicht, weil das Vertragswerk und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen unzulässige Klauseln enthielten.


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Unter den kostenlosen Angeboten bekamen nur vier die Note befriedigend. Das beste Ergebnis erzielte Google Mail. Dieser Dienst hat laut Stiftung Warentest nur sehr wenige Mängel in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Vor allem die Handhabung konnte überzeugen. So funktionieren das Anmelden eines Kontos sowie das Versenden und Empfangen von Mails besonders gut.

Kritik gab es aber an der Scanfunktion des Dienstes von Google. Der Suchmaschinenanbieter durchsucht jede eingehende Mail, filtert werberelevante Stichworte und garniert die Mail mit passender Werbung. Laut Test werden dann beispielsweise Urlaubsgrüße von der Insel Mallorca mit passenden Flugangeboten angereichert.

Auf Platz zwei landete das Angebot Pia basic von Arcor. Das Telekommunikationsunternehmen weist in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen keine Mängel auf. Der E-Mail-Dienst überzeugt auch in punkto Handhabung. Laut Testurteil funktionieren die kostenlosen E-Mail-Dienste von freenet und GMX ebenfalls einfach und schnell. Sie erhielten wie die beiden Zweitplatzierten die Note befriedigend. Für rundum gut wurde aber kein Dienst befunden.

Laut Stiftung Warentest haben 9 der 19 getesteten Angebote unzulässige Klauseln in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Microsoft behält sich sogar vor, seinen Dienst Hotmail aus beliebigen Gründen zu ändern, Funktionen abzuschalten oder den Dienst jederzeit, fristlos und ohne besonderen Grund zu kündigen. Die Tester bemängelten neben den Klauseln auch den Umgang mit Werbemails. So lande, sie bei Freenet, GMX und Web.de direkt im Postfach. Nutzer des Gratisdienstes von direktBox werden nach dem Logout gleich auf die Seite des Online-Auktionshauses ebay geleitet.

Der Wechsel zu den kostenpflichtigen Premiumdiensten lohnt sich für die meisten Anwender aber kaum. Sicherer als die kostenlosen Angebote sind die Bezahlvarianten auch nicht. Die beiden Dienste des Anbieters 1email.eu bekamen als einzige die Note mangelhaft, weil diese Angebote laut Testurteil nicht sicher sind.



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