Steigende Ölpreise erreichen Verbraucher

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Bild: palniki gazowe



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Hamburg/New York/London (dpa) - Die wieder steigenden Rohöl- und Produktpreise erreichen mit leichter Verzögerung die Verbraucher in Deutschland. Superbenzin kostet derzeit im Durchschnitt bereits wieder 1,30 Euro und 100 Liter Heizöl 63 Euro, teilten Sprecher der Mineralölunternehmen am Montag in Hamburg mit. Diesel ist für 1,12 Euro je Liter zu haben. Diese Preise waren zuletzt im vergangenen Oktober zu bezahlen. Nach den Erwartungen der Branche werden die Preise sowohl auf dem Weltmarkt als auch für den Endkunden weiterhin eher steigen als fallen.

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Die Rohölpreise haben unterdessen am Montag kräftig zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am späten Nachmittag im elektronischen Handel 67,40 Dollar. Das waren 77 Cent mehr als zu Handelsschluss am Freitag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich sogar um 1,44 Dollar auf 67,33 Dollar. Hintergrund ist angesichts anhaltender politischer Spannungen mit Iran sowie der Unruhen im wichtigsten afrikanischen Förderland Nigeria die Furcht vor Lieferengpässen. Nach den Angriffen militanter Kräfte gegen die nigerianische Ölindustrie fallen weiterhin etwa 25 Prozent der Produktion aus.

Die Preise für Ölprodukte am europäischen Markt in Rotterdam steigen zudem, weil der Handel zusätzliche Käufe aus den USA erwartet. Mit Beginn der "Driving Season", der Ferienzeit in den USA, treten dort regelmäßig Versorgungsengpässe auf, die durch zusätzliche Importe aus Europa gedeckt werden müssen. Die USA verbrauchen rund ein Viertel des weltweit geförderten Öls. Sie haben aber weder genug Rohöl, um ihren Bedarf auch nur annähernd zu decken, noch genug Raffinerien, um alle Produkte für den US-amerikanischen Markt zu produzieren.

Im März lag der durchschnittliche Benzinpreis bei 1,268 Euro für den Liter Superbenzin und damit 0,7 Cent höher als im Februar, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg mit. Damit hätten die Tankstellenfirmen höhere Einkaufskosten nicht voll an ihre Kunden weitergegeben. Die durchschnittlichen Notierungen für Superbenzin am Rotterdamer Markt lagen im Durchschnitt um 2,8 Cent oder 7,6 Prozent höher als im Vormonat.



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