Steigende Kosten belasten Amazon-Ergebnis

dpa
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New York (dpa) - Der Überschuss des Online-Einzelhändlers Amazon.com (Seattle) ist im ersten Quartal trotz des höheren Unsatzes um 30 Prozent gesunken. Das teilte Amazon am Dienstag nach Börsenschluss mit. Höhere betriebliche Aufwendungen seien die Hauptursache des Gewinneinbruchs gewesen.

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Der Nettogewinn schrumpfte auf 78 Millionen Dollar oder 18 Cent pro Aktie, von 111 Millionen Dollar oder 26 Cent pro Aktie in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Umsatz nahm um 24 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar zu. Das Berichtsquartal berücksichtigt einen Steueraufwand in Höhe von 56 Millionen Dollar sowie einen buchhalterischen Gewinn im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Belegschaftsoptionen in Höhe von 26 Millionen Dollar.

Der operative Gewinn sank im Vorjahresvergleich um zwei Prozent auf 101 Millionen Dollar. Analysten hatten 122,39 Millionen Dollar erwartet.

Für das laufende zweite Quartal erwartet Amazon einen Umsatzzuwachs von 21 bis 32 Prozent, doch der operative Gewinn wird sich nach Schätzung der Firma zwischen 50 Millionen und 80 Millionen Dollar bewegen. Damit würde Amazon deutlich hinter den Analystenerwartungen zurückbleiben.

Seit Anfang des Jahres sind Amazon-Aktien an der Börse um 27 Prozent gefallen. Die Anleger sorgen sich um die Zukunft der Gewinnmargen. Diese fielen in der Berichtsperiode auf 5,7 Prozent, von 7,2 Prozent in der entsprechenden Vorjahreszeit. Am Dienstag ging der Kurs um 82 Cent auf 32,71 Dollar zurück.

Amazon hat in den letzten Monaten hohe Summen in Technologie und Entwicklung investiert und versucht mit grossem Aufwand, sich wegen des scharfen Wettbewerbs von anderen Internetfirmen zu differenzieren.

Mit einem Umsatzwachstum von 28 Prozent auf 875 Millionen Dollar entwickelte sich das internationale Geschäft besser als das Nordamerikageschäft (+ 21 Prozent), das 1,03 Milliarden Dollar zum Konzernumsatz beisteuerte.



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