Statkraft steigt aus nepalesischem Wasserkraftwerk aus

Kathmandu - Der norwegische Energiekonzern Statkraft hat die Pläne für ein Wasserkraftwerk in Nepal auf Eis gelegt. Als Gründe führte der Statkraft-Konzern unter anderem zunehmende bürokratische Hürden und die instabile politische Lage an. Das 1,4 Milliarden Euro teure Projekt hätte eine Leistung von 650 Megawatt erbracht. In Nepal, das zu den 20 ärmsten Ländern der Welt gehört, sind lange Stromabschaltungen seit Jahren die Regel.

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Bild: Wasserkraftwerk Bild: ©Thomas Reimer/fotolia.com / Text: dpa

Zurzeit gibt es sogar in der Hauptstadt Kathmandu nur wenige Stunden am Tag Strom. Die Transformatoren gehen häufig kaputt, weil die Bewohner sich elektrische Kocher kaufen, seit es wegen einer Blockade der Grenzübergänge von Indien kaum noch Kochgas im Land gibt. Eine Lösung des politischen Konflikts ist derzeit nicht in Sicht.

Statkraft hatte den Zuschlag für das Kraftwerk Tamakoshi-3 im Jahr 2007 erhalten. Mit dem Bau wurde noch nicht begonnen, doch seien zehn Millionen Euro ausgegeben worden, sagte Statkrafts Nepal-Direktor Sandip Shah am Mittwoch. Nepal habe bislang kaum Infrastruktur zur Weiterleitung des Stroms geschaffen. "Und wir können nicht erkennen, dass das in naher Zukunft passiert", sagte Shah.

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