Statistiker: Deutschen heizen weniger als vor acht Jahren

dpa
Bild: Heizungsregler


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Berlin - Die Deutschen heizen weniger als noch vor acht Jahren. Während zwischen 1995 und 2000 für Raumwärme noch ein Anstieg des Energieverbrauchs zu verzeichnen war, ist dieser von 2000 bis 2006 um 11,2 Prozent deutlich gefallen. Dies geht aus der Umweltökonomischen Gesamtrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Präsident der Behörde, Roderich Egeler, am Mittwoch in Berlin vorstellte. «Ursachen dieses bemerkenswerten Rückgangs sind eine effizientere Nutzung der Energie durch Verbesserungen der Heiztechnik und Wärmedämmung, aber auch Verhaltensänderungen der privaten Haushalte», hieß es dazu. Der Energieverbrauch für Raumwärme hat einen Anteil von etwa Dreivierteln an der gesamten Wohnenergie.


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Insgesamt verbrauchen die privaten Haushalte in Deutschland heute etwas weniger Energie als vor 12 Jahren. Er sei zwischen 1995 und 2006 trotz stark gestiegener Energiepreise mit 0,7 Prozent nur leicht zurückgegangen, erläuterte Engler. Bei diesen Angaben handle es sich um den direkten Energieverbrauch. Dieser setze sich zusammen aus Wohnenergie (Brennstoffe, Fernwärme und Elektrizität), deren Verbrauch insgesamt nahezu gleich blieb, und Kraftstoffen, deren Verbrauch um rund 1,4 Milliarden Liter oder 3,7 Prozent abgenommen habe.

 
Der Rückgang beim Sprit sei hauptsächlich auf einen niedrigeren Durchschnittsverbrauch der Fahrzeuge zurückzuführen. Hierzu habe neben technischen Verbesserungen der Umstieg auf vergleichsweise verbrauchsgünstigere Diesel-Pkw beigetragen. Mehr Fahrleistung sowie «eine Tendenz zu größeren Hubraumklassen» hätten allerdings einen weiteren Rückgang des Kraftstoffverbrauchs verhindert, erklärte Engler.
 
Neben dem direkten Energieverbrauch bei Wohnen und Individualverkehr verursachen die privaten Haushalte durch die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen einen weiteren  -­ indirekten - Einsatz von Energie: 2006 machte dies den Angaben zufolge rund das 1,5-Fache des direkten Energieverbrauchs aus. Gegenüber 1995 ist der indirekte Energieverbrauch der privaten Haushalte allerdings um 6,3 Prozent zurückgegangen, während die Konsumausgaben der privaten Haushalte im gleichen Zeitraum um 13 Prozent zugelegt haben. Diese «Entkopplung» von Konsum und Energieeinsatz resultiere in erster Linie aus einem effizienteren Einsatz von Energie bei der Herstellung von Konsumgütern.



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