Städtebund: Für schnelles Internet auch auf dem Land investieren
Osnabrück/Berlin - Der Städte- und Gemeindebund bemängelt fehlende Investitionen für schnelle Internet-Anschlüsse auf dem Land. Der Breitband-Anschluss sei für schnelle Datenverbindungen dringend erforderlich, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). "Wir müssen viel mehr und viel schneller investieren, um Wettbewerbsnachteile für den Standort Deutschland zu vermeiden." Eine flächendeckende Breitband-Versorgung Deutschlands erfordert nach seinen Worten Investitionen von 2,4 Milliarden Euro.
"In Deutschland gibt es bis zu 800 Städte und Gemeinden mit rund 2200 Ortschaften, die nicht mit Breitband versorgt sind." Drei Millionen Haushalte mit mehr als fünf Millionen Menschen dürften nicht vom Fortschritt abgekoppelt werden. Das Problem werde sich noch verschärfen, weil der Datenbedarf sich jährlich verdopple, sagte Landsberg voraus. Dringender Handlungsbedarf bestehe besonders in Flächenländern wie Niedersachsen.
"Schon jetzt ziehen sich mittelständische Unternehmen aus diesen Gebieten zurück, weil sie ohne die schnelle Internetverbindung ihre Geschäfte nicht mehr ordnungsgemäß abwickeln können." Auch die ärztliche Versorgung könne künftig nur über ein funktionsfähiges Breitbandnetz organisiert werden.
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