Städte fordern flexibles Wohngeld bei steigenden Heizkosten

dpa | 04.08.2008
Bild: palniki gazowe



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Berlin (dpa) - Die deutschen Städte fordern wegen der steigenden Heizkosten eine flexible Anpassung des Wohngeldes. Die Heizkosten würden mit der Wohngeldreform ab kommendem Jahr zumindest teilweise erstattet, wünschenswert wäre aber "eine dynamische Komponente, die sich an den tatsächlichen Heizkosten orientiert", schrieb der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, im "Nordkurier" (Samstag) aus Neubrandenburg. Die Kommunen klagen über eine zunehmende Belastung durch Energiekosten. Sie müssten in diesem Jahr für die Unterkunft von Arbeitslosengeld II-Empfängern über eine Milliarde Euro mehr zahlen.


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Die Unionsfraktion und die SPD beraten über Möglichkeiten zur Entlastung der Verbraucher. SPD-Politiker, die Linke und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) machen sich für Sozialtarife von Stromkonzernen stark. Der Städtetag lehnt dieses Mittel ab. Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, bezeichnete Sozialtarife als "Unfug". "Günstiger Strom setzt die falschen Anreize, dadurch wird eher noch mehr verbraucht", sagte er der "Wirtschaftswoche".

Der Staat bezahlt ALG II-Beziehern Miete und Heizung. Strom und Warmwasser müssen aus dem monatlichen Regelsatz von 351 Euro finanziert werden. Zum 1. Januar 2009 steigt das Wohngeld mit Heizkostenzuschuss um fast 60 Prozent.



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