Städte fordern flexibles Wohngeld bei steigenden Heizkosten
Berlin (dpa) - Die deutschen Städte fordern wegen der steigenden Heizkosten eine flexible Anpassung des Wohngeldes. Die Heizkosten würden mit der Wohngeldreform ab kommendem Jahr zumindest teilweise erstattet, wünschenswert wäre aber "eine dynamische Komponente, die sich an den tatsächlichen Heizkosten orientiert", schrieb der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, im "Nordkurier" (Samstag) aus Neubrandenburg. Die Kommunen klagen über eine zunehmende Belastung durch Energiekosten. Sie müssten in diesem Jahr für die Unterkunft von Arbeitslosengeld II-Empfängern über eine Milliarde Euro mehr zahlen.
Die Unionsfraktion und die SPD beraten über Möglichkeiten zur Entlastung der Verbraucher. SPD-Politiker, die Linke und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) machen sich für Sozialtarife von Stromkonzernen stark. Der Städtetag lehnt dieses Mittel ab. Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, bezeichnete Sozialtarife als "Unfug". "Günstiger Strom setzt die falschen Anreize, dadurch wird eher noch mehr verbraucht", sagte er der "Wirtschaftswoche".
Der Staat bezahlt ALG II-Beziehern Miete und Heizung. Strom und Warmwasser müssen aus dem monatlichen Regelsatz von 351 Euro finanziert werden. Zum 1. Januar 2009 steigt das Wohngeld mit Heizkostenzuschuss um fast 60 Prozent.
Weitere Nachrichten vom 04.08.2008
- Handy-Tarife innerhalb der EU sinken weiter
- Atomblöcke in Philippsburg arbeiten wieder
- Centrica bestätigt Interesse an British Energy
- Mehrheit der Deutschen gegen Telefonate im Flugzeug
- Streit um TNK-BP hat erste Personalkonsequenz
- Neun von zehn Verbrauchern würden wieder den Anbieter wechseln
- Atomkraft bleibt: Deutsche Versorger setzen auf Erzeugung im Ausland
- Energie-Agentur: Stromlücke wächst stärker als gedacht
- AOL hat sein Geschäft komplett umgekrempelt
- Energiespartipps auf Türkisch: Evlerde Enerji Tasarrufu
- Vodafone DSL All-Inclusive-Paket sechs Monate kostenlos
- Jeder Dritte fürchtet Computer-Überwachung bei der Arbeit
- Identifikations-Nummer des Handys notieren
- Magazin: Mehrheit bei Freenet stützt Vorstandschef Spoerr
- Strahlenschutzchef: Atomdebatte wird zu Bumerang für Entsorgung
- Unfall in Atomlabor der IAEA - Plutonium entwichen
- Ölpreise gestiegen - Atomstreit mit dem Iran
- Yahoo-Aktionäre stellen sich hinter Konzernspitze
- Huber lehnt Atommüll-Endlager in Bayern ab

