Stadtwerke Chemnitz und Erdgas Südsachsen sollen fusionieren
Chemnitz - Die Stadtwerke Chemnitz AG und die Erdgas Südsachsen GmbH planen, zu einem kommunalen Energiedienstleister zu fusionieren. Damit würden zwei "starke kommunale Unternehmen zusammengehen, die sich ergänzen und stärken". Das sagte die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) am Dienstag. Ein größerer, breiter aufgestellter Konzern könne flexibler auf die veränderten Bedingungen des Energiemarktes reagieren.
Stadtwerke-Vorstandsmitglied Andreas Hennig sagte, das neue Unternehmen könne "die breite Palette aller Versorgungsleistungen in Chemnitz, der Region und darüber hinaus" anbieten. Besonderes Augenmerk gelte dabei der Nutzung erneuerbarer Energien und der Steigerung der Effizienz vorhandener Erzeugungsanlagen.
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Chemnitz AG hatte die Fusion den Angaben zufolge am 28. Mai einstimmig befürwortet. Am 23. Juni stehe das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrates. Dieser habe im vergangenen November die Verwaltung mit der ergebnisoffenen Prüfung der Fusion beauftragt. Der kommunale Mehrheitseigentümer der Erdgas Südsachsen GmbH, der Zweckverband Gasversorgung Südsachsen, entscheide am 1. Juli.
Das künftige Unternehmen soll zu jeweils 25,5 Prozent der Stadt Chemnitz und dem Zweckverband Gasversorgung Südsachen gehören, 39,9 Prozent sollen auf die mehrheitlich kommunale Thüga AG und 9,1 Prozent auf das Chemnitzer Energieunternehmen enviaM AG entfallen.
Die Fusion soll "deutliche wirtschaftliche Effekte" bringen, die sich langfristig ab dem Jahr 2015 mit einer Ergebnisverbesserung in Höhe von rund 16 Millionen Euro, später 21 Millionen Euro jährlich zeigen sollen.
Eine Grundsatzvereinbarung zwischen Unternehmensleitungen und Betriebsräten beider Firmen sichere die Beschäftigung aller derzeitigen Mitarbeiter bis zum Jahr 2020, die Tarifbindung und den Erhalt sozialer Leistungen.
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