Stadt Mannheim verkauft MVV-Aktienpaket an Kölner RheinEnergie
dpa
Mannheim (dpa) - Der Mehrheitsaktionär des Energieversorgers MVV, die Stadt Mannheim, verkauft ein Aktienpaket an den Kölner Regionalversorger RheinEnergie. Der Mannheimer Gemeinderat stimmte der Veräußerung von rund 16 Prozent der Anteile an Deutschlands sechstgrößtem Energieversorger am Dienstag mit überwältigender Mehrheit zu. 38 der anwesenden Mitglieder stimmten mit "Ja", fünf mit "Nein". Der Verkauf bringt der zweitgrößten Stadt in Baden- Württemberg gut 305 Millionen Euro ein. Die hoch verschuldete Kommune hält dann noch 50,1 Prozent der Anteile. Auch der Rat der Stadt Köln muss dem Einstieg der RheinEnergie noch zustimmen.
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"Die Veräußerung der MVV-Anteile hat nichts mit der Haushaltssituation zu tun", betonte der scheidende Oberbürgermeister Gerhard Widder (SPD). Es komme nicht auf den "Erlös des Augenblicks" an, sondern auf die Entwicklung des Unternehmens. Der "kommunale Charakter" des Energieversorgers müsse erhalten bleiben. Der Mannheimer Versorger hatte wiederholt erklärt, sich nicht in die Hände eines Großkonzerns begeben zu wollen - etwa der Karlsruher EnBW, die sogar mehr Geld als die Kölner geboten hatte. Die EnBW ist mit 15 Prozent an der MVV beteiligt.
Was mit dem Geld aus dem Aktienverkauf passieren soll, ist nach Darstellung eines Stadtsprechers bisher unklar. "Es werden mehrere Optionen für einen sinnvollen Schuldenabbau geprüft. Es wird alles durchgerechnet, um wirtschaftlich zu einem Schuldenabbau zu kommen."
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