Stabilisierungsarbeiten des Atommüll-Lagers Asse gehen weiter
Remlingen - Im Atommülllager Asse (Niedersachsen) sind die Stabilisierungsarbeiten an der Schachtanlage wieder aufgenommen worden. Bei der sogenannten Firstspaltverfüllung würden Resthohlräume in Kammern, in denen kein Atommüll lagert, mit Spezialbeton ausgegossen. Dies sagte ein Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) am Freitag. Weil vorübergehend kein Salz zur Herstellung des Spezialbetons geliefert wurde, mussten die Arbeiten für vier Wochen unterbrochen werden.
Die nicht mit radioaktivem Müll beschickten Kammern, sogenannte Abbaue, waren vor Jahren mit gemahlenem Salz aufgefüllt worden. Weil dieses Salz mittlerweile zusammengesackt ist, haben sich zwischen den Decken und der Salzschicht Hohlräume gebildet. Durch das Ausgießen dieser Hohlräume mit Spezialbeton werde die Standfestigkeit der Asse erhöht und das Risiko eines verstärkten Wasserzutritts verringert, sagte der BfS-Sprecher.
Derzeit wird der Firstspalt im Abbau 7 auf der 490-Meter-Ebene verfüllt. Bislang flossen in diesen Firstspalt nach BfS-Angaben rund 446 Kubikmeter Spezialbeton. Insgesamt sollen in dem Bergwerk mehr als 80 Firstspalte mit Spezialbeton ausgegossen werden. Vier seien bereits komplett verfüllt, bei zwei weiteren liefen die Arbeiten.
In der Asse lagern rund 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen. Das BfS hatte angekündigt, den Atommüll wieder herauszuholen.
Weitere Nachrichten vom 30.07.2010
- Oettinger: Abhängigkeit von russischem Gas wird noch größer
- Handy-Verkaufszahlen steigen weltweit
- Vodafone: UMTS und LTE werden sich ergänzen
- BSI warnt vor Angriff auf private Internet-Router
- Smartphones: Wegweiser aus der Hosentasche
- EnBW verzeichnet Umsatz- und Gewinnplus
- Röttgen verteidigt eine nur moderate Laufzeitverlängerung
- Ab 2011: Ein Ladegerät für alle Handys
- "wakker Gas" ist jetzt in allen Metropolen verfügbar
- Telekomkonzerne haben Probleme auf heimischen Märkten
- Vorzeige-Druckwasserreaktor wird wesentlich teurer als geplant
- Machen zu viele SMS krank?
- YouTube: Maximale Länge von Videos auf 15 Minuten erhöht
- Ölpreise sind leicht gesunken, Konjunkturdaten eher enttäuschend

