Staatsanwaltschaft durchsuchte Büros von Klingeltöne-Vertreibern
dpa
Hamburg/Düsseldorf (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat
Büros des Internet-Providers Net Mobile untersucht, der als
Lizenzpartner der Musikkonzerne Sony, Warner und BMG Klingeltöne für
Mobiltelefone vertreibt. Parallel durchsuchten die Ermittler auch die
Büroräume der Unternehmen Logoland und Logoplanet, die über die
Düsseldorfer Net Mobile (Net AG) ebenfalls den Vertrieb von
Klingeltönen abgewickelt haben sollen, wie die "Financial Times
Deutschland" in der Donnerstagsausgabe berichtet.
- Anzeige -
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Johannes Mocken,
bestätigte der dpa die Durchsuchungen, bei denen zahlreiche
Unterlagen beschlagnahmt worden seien. Es werde wegen Verstosses gegen
das Urheberrecht ermittelt. Bei einigen Melodien sei den Urhebern gar
kein Geld oder zu wenig gezahlt worden.
Wie die Zeitung weiter berichtet, wird den Firmen auch Abrechnungsbetrug vorgeworfen. Ein Klingelton koste letztlich nicht - wie von Net Mobile angegeben - 1,99 Euro, sondern die doppelte Summe von 3,98 Euro. Das Unternehmen fordere von den Kunden eine Handy- Meldung SMS als Eingangsbestätigung des Klingeltons, für die der gleiche Betrag berechnet wird wie für den Ton selbst.
Weitere Nachrichten vom 08.04.2004
- Grünes Licht für EnBW-Beteiligung an Stadtwerken Backnang
- IBM feiert 40 Jahre Großrechner-System
- Staatsregierung sieht Strombörse durch EU-Entscheidung gestärkt
- Gericht: mobilcom muss Besetzung des Aufsichtsrats korrigieren
- Yahoo! verbucht im ersten Quartal Rekordergebnis - Aktiensplitt
Surf-Tipps

