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Staatsanwalt: Castor-Unglück hätte weitere Opfer fordern können

dpa | 08.11.2004
Bild: Stromleitungen

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Avricourt (dpa) - Bei dem tödlichen Unfall des Castor-Atomtransports von Frankreich nach Deutschland hätte es nach Angaben der Ermittler beinahe mehrere Opfer gegeben. Insgesamt hätten sich acht Kernkraftgegner zur Blockade des Zugs bei Avricourt eingefunden, sagte der Staatsanwalt Michel Senthille am Sonntagabend in dem lothringischen Ort. Sie hätten nach einer Kurve eine Vorrichtung unter das Gleis geschoben, an der sich bis zu vier Personen anschliessen konnten.

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"Drei Aktivisten gelang es, sich zu befreien", sagte Senthille. Einem 21-Jährigen, der sich an das Gleis gebunden hatte, sei ein Bein abgefahren worden. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, der Mann habe beide Beine verloren.

"Der 400 Meter lange und 2.000 Tonnen schwere Zug rollte mit Tempo 100 und kam aus einer Kurve, als er den Demonstranten traf", sagte Senthille. Eine Motorradstreife, die dem Zug unmittelbar voraus gefahren sei, habe dem Lokführer noch ein Zeichen gegeben, doch der habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können. "Ein mit der Überwachung der Strecke beauftragter Hubschrauber war zum Zeitpunkt des Unglücks zum Nachtanken." Eine erste Motorradstreife habe die Umweltschützer nicht bemerkt, weil sie sich offenbar in einem nahen Wäldchen versteckt hätten, sagte der Staatsanwalt.



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