Sprint kauft US-Mobilfunkfirma Nextel für 35 Milliarden Dollar
Sprint Nextel hat den beiden Branchenführern Verizon und Cingular sofort den Kampf angesagt. Die neue Gesellschaft wird rund 78 000 Mitarbeiter haben. Es werde Auswirkungen auf die Beschäftigung geben, erklärte der der zukünftige Konzernchef Gary Forsee, der momentan Nextel führt.
Die Nextel-Aktionäre sollen Aktien der neuen Gesellschaft und eine kleine Barzahlung erhalten. Der Gesamtwert je Nextel-Aktie würde rund 1,3 Aktien der neuen Gesellschaft entsprechen. Zu derzeitigen Kursen würden die Nextel-Aktionäre rund 1,28 Sprint-Nextel-Aktien und 50 Cent je Aktie in bar erhalten. Die Barkomponente der Transaktion solle 2,8 Milliarden Dollar nicht übersteigen. Die Sprint-Aktien sind um 0,51 Prozent auf 24,97 Dollar und die Nextel-Aktien um 0,36 Prozent auf 29,88 Dollar gefallen.
Die beiden Firmen werden zu jeweils 50 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligt. Der zwölf Mitglieder zählende Verwaltungsrat von Sprint Nextel soll paritätisch besetzt werden. Das Hauptquartier wird in Reston (Bundesstaat Virginia) sein, der bisherigen Nextel-Zentrale.
Die zusammengeschlossene Gesellschaft werde erfolgreicher sein als dies die Firmen im Alleingang hätten schaffen können, betonte Forsee. Nextel sei die profitabelste Mobilfunkfirma und besonders stark im Geschäft mit Unternehmen. Sprint glänzt nach seinen Angaben hingegen im Verbrauchergeschäft und mit seinen Mobilfunk- und globalen Internet- und Datennetzen. Durch den Zusammenschluss sollen riesige Kostenersparnisse von zwölf Milliarden Dollar verbucht werden.
Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2005 über die Bühne gehen. Sie muss noch von den Aktionären beider Firmen und den Aufsichtsbehörden gebilligt werden. Das lokale Telefongeschäft von Sprint soll selbstständig werden und an die Aktionäre der neuen Gesellschaft abgegeben werden. Es hat einen Umsatz von sechs Milliarden Dollar.
Weitere Nachrichten vom 15.12.2004
- Für T-Mobile USA wird es nach Sprint-Nextel-Zusammenschluss schwerer
- Neuer Wurm versteckt sich in angeblicher Telekom-Rechnung
- Bund der Energieverbraucher ruft zum Boykott höherer Gaspreise auf
- Klimaschutzkonferenz: Dringlicher Aufruf zu Kampf gegen Treibhauseffekt
- Neue Billigmarke von T-Online: Congster
- VEA: Entwurf für Gasverordnung noch mangelhaft
- Vorsicht beim Online Shopping in der Vorweihnachtszeit
- Bundesamt: Importpreis für Gas im Schnitt um 7,7 Prozent gesunken
- Trotz Hamster: Umweltministerin will schnellen RWE-Kraftwerksbau
- Naturschutzring für höhere Ökosteuer und Energiekompetenz
- Münchener Rück senkt Beteiligung an RWE auf unter fünf Prozent
- Desktop-Suchen: Potenzielles Ziel für Virenschreiber
- Verband: Bei Anruf durch Anrufmaschinen gleich auflegen
- Vorsicht beim Kauf von Billig-Schnurlostelefonen vom Wühltisch
- Stadtwerke Dresden (DREWAG) erhöhen Strompreise
- Zafi.D: Neuer Virus schickt Weihnachtsgrüße per E-Mail
- Patagoniens Wind könnte ganz Lateinamerika mit Strom versorgen
- Studie: Linux hat weniger Fehler

