Spiegel: Regierung plant Auflagen für CO2-Leitung ins Meer

dpa
Bild: Bauarbeiten an Pipeline



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Berlin - Die Bundesregierung will nach Informationen des Magazins «Der Spiegel» verhindern, dass Kohlendioxid (CO2) aus deutschen Kohlekraftwerken im Meer entsorgt oder auf dem Meeresgrund gespeichert wird. Es drohten «schwerwiegende Belastungen der Tiefsee-Ökosysteme», zitiert das Hamburger Nachrichtenmagazin aus einer Kabinettsvorlage. Das Gas im Gestein unterhalb des Meeresbodens zu speichern soll demnach nur unter strengen Bedingungen möglich sein: Die Kapazität der Speicher müsse ausreichen, um einen «entscheidenden Beitrag» zur Minderung des CO2-Eintrags in die Atmosphäre zu leisten. Zudem dürften die marinen Ökosysteme nicht stark belastet werden.


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Der Energieversorger RWE hatte Ende August angekündigt, im Zuge des geplanten Baus eines Braunkohle-Kraftwerks in Hürth bei Köln solle abgetrenntes CO2 durch eine Gasleitung nach Schleswig-Holstein geführt und dort in unterirdischen Speichern eingelagert werden. Eine RWE-Tochter prüft, ob es in Nordfriesland geeignete Gesteinsschichten zur Lagerung gibt. Dabei handele es sich um porösen Sandstein, der das klimaschädliche Gas in flüssiger Form «wie ein Schwamm» aufnehmen könne, hatte eine Sprecherin erläutert. Die Technologie werde in den USA seit 20 Jahren angewandt. In Deutschland gibt es nach Unternehmensangaben bisher keine CO2-Fernleitung.



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