Spanische Energiekommission stellt E.ON zahlreiche Auflagen
Die bedingte Zustimmung der CNE entspricht nach Auffassung der spanischen Regierung den Regeln der Europäischen Union. "Ich habe keinerlei Zweifel, dass es so ist", sagte der Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums, David Vegara, am Freitag in Madrid. Eine Sprecherin der regierenden sozialistischen Partei vertrat ebenfalls die Ansicht, dass die Auflagen "vernünftig" seien und ein Gleichgewicht zwischen dem freien Kapitalverkehr und der Sicherung der nationalen Energieversorgung garantierten. Dagegen nannte ein Sprecher der konservativen Oppositionspartei Partido Popular die Bedingungen "willkürlich und nicht gerechtfertigt". Sie machten es "fast unmöglich", dass die Übernahme über die Bühne gehen könne.
E.ON bewertet die vorgesehenen Bedingungen kritisch. Für die bislang bekannten Auflagen gebe es keine Berechtigung, das Unternehmen behalte sich rechtliche Schritte vor, teilte E.ON am Freitag in Düsseldorf mit. Die schriftliche Entscheidung liege noch nicht vor. Über weitere Schritte werde E.ON nach einer eingehenden Prüfung informieren. Nach den Vorstellungen der CNE müsste E.ON unter anderem rund 7600 Megawatt der Erzeugungskapazität von Endesa in Spanien abgeben.
Mit einer umstrittenen Gesetzesänderung hatte die Regierung in Madrid die nationale Energiekommission CNE Ende Februar ermächtigt, die E.ON-Offerte zu prüfen. Bis dahin war die Behörde nur für Fusionen unter spanischen Energieunternehmen zuständig gewesen. Neben E.ON bietet der spanische Gaskonzern Gas Natural für Endesa. Die Katalanen bieten zwar deutlich weniger als E.ON für Endesa, sie sind aber weiter im Rennen. Das Gebot von Gas Natural hat die CNE bereits genehmigt. Das letzte Wort haben die Endesa-Aktionäre.
Weitere Nachrichten vom 31.07.2006
- Nuon Deutschland verlängert Sonderaktion in Berlin bis zum 31.August 2006: 100 Frei- kWh
- FlexStrom verlängert Sonderaktion bis zum 31. August 2006
- FlexStrom verlängert Sommer-Sonderaktionen bis zum 31. August 2006
- Betreiber von Stromnetzen müssen Gebühren für andere Anbieter senken
- Unionsfraktion kritisiert Spanien wegen Auflagen für E.ON
- EU-Kommission sammelt Meinungen zu Online-Inhalten
- Norwegische Telenor kauft größten serbischen Mobilfunkbetreiber
- Erneut Störung im tschechischen Atomkraftwerk Temelin
- Grüne: Abgabenbefreiung für Braunkohle aufheben
- Grüne verlangen Kohle-Zahlen - Ministerium: Keine Haushaltsrisiken
- 60 Prozent Zuwachs bei Biokraftstoff im vergangenen Jahr
- Gabriel will Lösung für Atommüll-Endlagersuche - Meyer pro Atom
- Höhn will besseren Schutz vor Handy-Diebstahl - Anbieter uneins
- Berliner Spendenaktion mit alten Handys bringt mehr als 50 000 Euro
- OLG: Telekom kann Gebühren für 0190er-Nummern nicht einklagen
- Musterkläger im Telekom-Prozess benannt - Verhandlungstermin offen
- Erste Kraftwerke schränken wegen Hitze ihre Leistung ein
- Kunden von T-Mobile können auf mehr Kulanz hoffen

