Spaniens Börsenaufsicht genehmigt E.ON-Offerte für Endesa
dpa
Madrid (dpa) - Im Ringen um Spaniens führenden Stromversorger Endesa ist E.ON einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Die spanische Börsenaufsicht (CNMV) gab am Donnerstag grünes Licht für das 37 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot des Düsseldorfer Konzerns. Trotz der Genehmigung wird die Offerte aber weiterhin von verschiedenen spanischen Gerichten blockiert. Das Bieterverfahren kann deshalb noch nicht beginnen. Die Endesa-Aktie kletterte nach der Entscheidung der CNMV auf über 36 Euro. E.ON bietet 35 Euro je Titel. Auf Druck der EU hatte das spanische Industrieministerium vor knapp zwei Wochen die strengen Auflagen für die Übernahme fallen gelassen.
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Endesa hat nun zehn Tage Zeit, um sich zu dem Angebot der Düsseldorfer zu äußern und eine Empfehlung an die Aktionäre zu geben. Damit der Übernahmeprozess wieder in Gang kommt, muss der Stromkonzern jedoch zunächst einen Einspruch zurückziehen, mit dem er die als feindlich betrachtete Offerte des spanischen E.ON-Rivalen Gas Natural gerichtlich blockiert hatte. Dadurch war automatisch auch das E.ON-Gebot auf Eis gelegt worden. Endesa-Geschäftsführer Rafael Miranda hatte sich kürzlich bereit erklärt, den Einspruch fallen zu lassen.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Gas Natural sein weitaus niedrigeres Angebot zurückzieht. Damit wird aber nicht gerechnet, zumal der Versorger derzeit vor einem Handelsgericht in Barcelona versucht, E.ON auszubremsen. Gas Natural wirft dem Düsseldorfer Konzern und Endesa illegale Absprachen im Übernahmeprozess vor. Dieser wird zudem noch durch andere juristische Hürden behindert. So hatte auch der Oberste Gerichtshof Spaniens die Prozedur gestoppt. Rechtsexperten gehen davon aus, dass sich eine Aufhebung dieser Blockade noch Monate hinziehen könnte.
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