Sorgen über die europäische Schuldenkrise drücken Ölpreis
Singapur - Am Mittwoch haben die Ölpreise ihre starken Kursverluste vom Vortag weiter ausgeweitet: Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni kostete am Morgen 82,41 US-Dollar, somit 33 Cent weniger als zum Handelsschluss am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 23 Cent auf 85,44 Dollar.
Bereits am Vortag hatten die Ölpreise kräftig um rund vier Dollar nachgegeben. Es waren die stärksten Tagesverluste seit mehreren Monaten. Als Grund nannten Händler die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten und den zusehends festeren Dollar. So fiel der Euro zur US-Währung erstmals seit rund einem Jahr unter die Marke von 1,30 Dollar. Hintergrund sind anhaltende Sorgen wegen der Schuldenkrise in Europa.
Die Entwicklung der Ölpreise beeinflusst fast alle anderen Energiepreise direkt oder indirekt. Das gilt besonders für Gewerbegas, da die Preise für gewerbliche Kunden stärkere Schwankungen aufweisen als die Preise für private Verbraucher. Die Preise für Gewerbestrom werden von den Ölpreisen nur indirekt beeinflusst – hier spielt die Entwicklung an der Strombörse EEX die größere Rolle.
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