Sorge vor Blockade im Persischen Golf belastet Ölpreise
Singapur - Am letzten Handelstag des Jahres sind die Ölpreise aufgrund der drohenden Eskalation des Streits zwischen dem Ölförderland Iran und den westlichen Industriestaaten nur leicht gestiegen. Die Händler sprache heute allerdings von einem insgesamt sehr dünnen Handel mit geringen Umsätzen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg um 17 Cent auf 108,18 US-Dollar. Der Preis für ein Fass US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 18 Cent auf 99,83 Dollar.
Trotz Warnungen aus den USA droht der Iran vor dem Hintergrund des Atomstreits weiterhin mit einer Blockade von Öltransporten im Persischen Golf. Durch die strategisch wichtige Meerenge von Hormus transportieren Tanker einen bedeutenden Anteil an der weltweiten Ölproduktion. Eine Blockade könnte die Ölpreise nach Einschätzung von Experten schnell auf neue Rekordhöhen steigen lassen.
Gegen weiter steigende Ölpreise am letzten Handelstag des Jahres sprechen allerdings die neusten Daten zu den Ölreserven in den USA. Am Vortag hatte die Regierung in Washington gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der größten Volkswirtschaft der Welt zuletzt deutlich zulegten, was für eine geringere Nachfrage spricht.
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