Solarspeicher sollten gut gedämmt sein
Darmstadt - Der Wärmespeicher einer Solaranlage am Haus sollte die im Wasser eingefangene Sonnenwärme so lange wie möglich halten können. Die Dämmung muss daher mindestens 10 bis 15 Zentimeter dick sein und alle Teile der Anlage umschließen. Darauf verweist die Hessische Energiespar-Aktion (HEA) in Darmstadt.
Der Speicher sollte 60 bis 100 Liter pro Person oder das Zweifache des täglichen Warmwasserbedarfes des Haushaltes fassen. Für eine vierköpfige Familie sei ein 300 bis 380 Liter fassender Speicher meist ausreichend. Die Kosten des Speichers liegen laut HEA zwischen 1000 und 1500 Euro.
Bei der Speichertechnik gibt es den Experten zufolge verschiedene Verfahren. Einfache Warmwasserspeicher haben zwei Wärmetauscher: im unteren Teil einen für die Erwärmung durch den Solarkreis, im oberen einen für die Erwärmung durch die Heizung. Da im Speicher hohe Temperaturen erreicht werden, wird ein Brauchwassermischer am Warmwasserausgang montiert. Er soll der HEA zufolge Rohrverkalkung und eine Verbrühungsgefahr verhindern.
Schichtenspeicher sind teurer, arbeiten laut der HEA aber sehr effektiv. Die Sonnenwärme wird dort in den Speicher eingebracht, wo sie hingehört: bei hoher Temperatur direkt in den oberen Speicherteil, bei niedrigen Temperaturen unten. Schichtenspeicher sind oft Frischwasserspeicher. Das Wasser wird hier nicht direkt genutzt, sondern das Trinkwasser fließt zur Erwärmung durch einen Wärmetauscher. So wird immer nur die gerade benötigte Wassermenge frisch erwärmt, was als sehr hygienisch gelte.
Sogenannte Pufferspeicher wiederum erwärmen nicht nur das Brauchwasser, sondern auch das in der Heizung. Laut der HEA sind sie ebenfalls sehr effektiv. Hier erhitzt das vom Kollektor kommende heiße Medium über einen Wärmetauscher das Wasser im Speicher, das von dort direkt oder über einen Wärmetauscher in die Heizung eingespeist wird. Solche heizungsunterstützende Anlagen erbringen aber nur in sehr gut gedämmten Häusern einen hohen Solaranteil an der Heizung.
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