Solarsilizium-Forschung zur Herstellung kostengünstiger Solarzellen in Berlin-Adlershof
Das Problem dabei: Scheidet man Silizium auf amorphen Substraten wie Glas ab, so bilden sich kleine Körnchen, Silizium-Kristallite. Je kleiner die Kristallite, desto schlechter ist der Wirkungsgrad einer Solarzelle. Selbst die Kristallisation bei hohen Temperaturen oder eine anschließende Rekristallisation unter Einsatz von Lasern führte nur zu unzureichenden Wirkungsgraden.
Das Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Dr. Torsten Boeck am IKZ arbeitet nun an einem zweistufigen Prozess, bei dem Silizium- Kristallkeime in regelmäßigen Abständen von ca. 0,05 Milimetern auf der Glasoberfläche entstehen sollen. In einer metallischen Lösung wachsen diese "Keime" anschließend zusammen. Das Ziel ist die Herstellung einer multikristallinen Schicht mit einer Dicke von weniger als 0,05 Millimetern. Dieser Prozess würde neben der erheblichen Einsparung von Silizium die Herstellung von preiswerten Solarzellen mit einemhohen Wirkungsgrad erlauben. Die Forschungsarbeiten dazu finanziert BP Solar in den nächsten drei Jahren. "Wir freuen uns auf das Projekt mit dem Institut für Kristallzüchtung", sagt Eric Daniels, Vizepräsident für Solartechnologie bei BP Solar, "es passt ausgezeichnet zu unseren eigenen Fortschritten in der Siliziumkristall-Technologie."
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