Solaranlage im Wasser: Sonne sorgt für Energie, Meer für Kühlung
San Giuliano - Ein italienischer Physiker will der Sonnenenergie neue Möglichkeiten eröffnen: mit schwimmenden Solaranlagen. Derzeit präsentiert Marco Rosa-Clot, Professor an der Universität Florenz und Chef des Familienunternehmens Scintec, auf dem kleinen See Colignola, in der Nähe von Pisa, schwimmende Solarzellenpanele. Die Panele sind jeweils mit zwei fast im rechten Winkel aufgestellten Reflektoren ausgestattet, die die Sonnenstrahlen einfangen. Dabei richten sich die Solarpanele wie Blütenblätter nach dem Sonnenlicht aus.
Die kleine 30-Kilowatt-Anlage könne ein Dutzend Familien mit Energie versorgen, erklärte Rosa-Clot. Klassische Solaranlagen würden an besonders sonnigen Tagen wegen Überhitzung eine beträchtliche Menge an Energie vergeuden. Dieses Problem werde durch die Wasserkühlung gelöst. Durch den Einsatz der Reflektoren, die Bewegung der Panele auf der Wasseroberfläche und die Kühlung liefere seine Erfindung im Jahr 2000 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Leistung. Klassische Solaranlagen lieferten dazu im Vergleich nur 1200 Kilowattstunden im Jahr.
Die schwimmenden Solaranlagen könnten auf den unterschiedlichen Gewässern eingesetzt werden, so auch auf gefluteten Steinbrüchen, die nicht mehr anderweitig genützt würden. Dort würden sie weder die Landschaft noch die Umwelt beeinträchtigen, erklärte Raniero Cazzaniga, ein Mitarbeiter von Rosa-Clot. Die schwimmenden Solaranlagen seien höchstens einen Meter hoch und fielen kaum ins Auge.
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