Skype kritisiert T-Mobile scharf

dpa
Bild: T-Mobile Logo


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Hamburg - Der Internettelefonie-Anbieter Skype wirft der Deutschen Telekom vor, den Wettbewerb zu behindern. Der Hintergrund: Die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile sperrt in Deutschland den Skype-Zugang auf dem Apple-Handy iPhone. Das Unternehmen erklärte dies damit, dass Internet-Telefonie das Netz übermäßig belasten könnte und eine hohe Sprachqualität bei Gesprächen nicht garantiert werden könne. Ein Skype-Manager wies dies im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa zurück. Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos telefonieren - damit könnten sie also die T-Mobile-Gesprächsgebühren umgehen.


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Skype sei von der Telekom-Entscheidung überrascht worden, sagte Jean-Jacques Sahel, der bei der Tochter des amerikanischen Online- Auktionshauses eBay für Regulierungsfragen in Europa zuständig ist. Die Telekom schränke mit ihrem Vorgehen den Wettbewerb ein: "Die Netzwerkanbieter sollten die Nutzer selbst entscheiden lassen, welche Dienste sie nutzen", sagte Sahel. Skype hoffe nun darauf, dass dies bei der Reform der europäischen Telekommunikations-Gesetzgebung festgeschrieben werde, die in etwa einem Monat beschlossen werden soll.

Seit der Veröffentlichung am Dienstag sei die Skype-Software weltweit mehr als eine Million Mal heruntergeladen worden, sagte Sahel. Trotz der breiten Nutzung seien keine Netzwerkprobleme bekanntgeworden. "Die technischen Einwände der Telekom sind völlig unberechtigt", sagte Sahel. Skype prüfe nun das weitere Vorgehen, nähere Angaben zu möglichen Plänen machte er nicht. Alle Mobilfunk-Anbieter in Deutschland blockierten die Internet-Telefonie vertraglich, räumte Sahel ein.

Bei den Nutzern habe man schon seit langem Interesse an Skype auf dem Handy festgestellt, sagte Sahel. Für das Unternehmen ist der Vorstoß auf Mobiltelefone ein Schlüsselelement der Strategie "Skype Everywhere" ("Skype überall"), sich als Anbieter von Kommunikationssoftware über verschiedene Plattformen hinweg zu etablieren. Im Februar hatte Skype angekündigt, dass der Handy-Weltmarktführer Nokia den Dienst auf einigen Modellen vorinstallieren wird.



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