Siemens wirft Handy-Ballast ab - Gewinn bricht ein
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Allerdings drückten die Problemsparten das Ergebnis stark. Im vierten Quartal konnte sich der Konzern daher mit einem Plus von 77 Millionen Euro (Vorjahr: 654 Mio) nur noch knapp in der Gewinnzone halten. Auch im laufenden Geschäftsjahr rechnet Kleinfeld neben positiven Effekten aus dem Umbau auch mit weiteren Belastungen.
Der IT-Dienstleister SBS machte im Geschäftsjahr wegen der operativen Probleme und der Rückstellungen unter anderem für den Abbau von nochmals 2400 Arbeitsplätzen einen Verlust von 690 Millionen Euro. Bei der Kommunikationssparte Com brach der Gewinn von 707 auf 454 Millionen Euro ein. Diesen Gewinn schaffte der Bereich nur, weil die Verluste der Handysparte nicht mehr mit eingerechnet wurden. Die operativen Handy-Verluste und die Ausgaben für die Abgabe an den taiwanesischen BenQ-Konzern summierten sich auf ein Minus von 810 Millionen Euro.
In den kommenden Jahren will Siemens vor allem auf Zukunftstechnologien und neue Märkte setzen. "Wir haben unser Portfolio in Richtung Zukunft weiter entwickelt", sagte Kleinfeld. Als Beispiel nannte er Zukäufe zum Beispiel im Bereich der Windkraft und der Wassertechnologie. Er kündigte weitere Zukäufe an. "Unser Portfolio wird weiter atmen - durch Akquisitionen wie durch Verkäufe." Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern stieg auch wegen der jüngsten Zukäufe im verbliebenen Geschäft von 424 000 auf 461 000 Beschäftigte. Rund 165 000 davon arbeiten in Deutschland.
Die ehrgeizigen mittelfristigen Ziele bekräftigte Kleinfeld. Bis 2007 sollen alle Bereiche die Renditevorgaben erfüllen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schaffte dies allerdings nur die Hälfte der zwölf Geschäftsfelder. Grösste Gewinnbringer waren unter anderem die Antriebssparte A&D (operatives Ergebnis: 1,2 Mrd Euro), die Energieerzeugung (951 Mio) und die Medizintechnik (976 Mio). Die Verkehrstechnik ist zwar noch weit von ihren Margenzielen entfert, schaffte aber mit einem Plus von 45 Millionen Euro den Sprung in die Gewinnzone.
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