Siemens: Arbeitsplatz-Garantie für Handy-Werk in Aussicht gestellt
dpa | 01.07.2005
Kamp-Lintfort (dpa) - Der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Verlängerung der Arbeitsplatz- Garantien für das Handy-Werk in Kamp-Lintfort in Aussicht gestellt. Der designierte BenQ-Handy-Chef Clemens Joos habe der IG Metall Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung des entsprechenden Ergänzungstarifvertrages angeboten, berichtete die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" am Freitag unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die IG Metall äusserte sich zurückhaltend. "Unser Ziel ist es, mit BenQ zu einer Vereinbarung zu kommen", sagte IG-Metall-Sprecher Wolfgang Nettelstroth der dpa. Alles hänge von den weiteren Gesprächen ab.
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Nettelstroth bestätigte, dass für den 28. Juli Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und BenQ über die Zukunft des Werkes nach der Übernahme der Siemens-Handysparte durch BenQ geplant seien. "Dem sollten wir nicht vorgreifen", sagte er. Allerdings gebe es begründete Hoffnung für die Mitarbeiter. "Es handelt sich um einen wettbewerbsfähigen Standort." Die Übernahme der Sparte durch BenQ hatte Verunsicherung und Sorgen um die Zukunft der Arbeitsplätze ausgelöst.
Siemens hatte sich im vergangenen Jahr mit IG Metall und Betriebsrat für das Werk in Kamp-Lintfort sowie für den Standort Bocholt, wo schnurlose Festnetz-Telefone gefertigt werden, auf einen noch bis Mitte 2006 geltenden Ergänzungstarifvertrag geeinigt. Damit sollte eine Verlagerung von rund 2000 Jobs nach Ungarn abgewendet werden. Im Gegenzug hatte Siemens unter anderem die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich durchgesetzt.
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