Sicherheitsexperte: "Man kann jeden betrügen"
"Die Kriminellen suchen neue Wege, um an die Informationen zu kommen, die sie von den Leuten haben wollen", sagte Kaspersky. "Man kann jeden betrügen." So seien die Kunden einer Bank gebeten worden, ein Word-Dokument auszudrucken, ihre Kundendaten einzutragen und es an eine bestimmte FAX-Nummer zu schicken. In Japan hätten Hacker die Kundendatei einer Bank geknackt und CDs mit bösartiger Software an alle verschickt. "Es gibt eine Menge Möglichkeiten", sagte der Viren-Experte. "Obwohl hunderte von Internet-Kriminellen verhaftet wurden, hatten wir doppelt so viele Typen bösartiger Software. Das ist ein florierendes Geschäft."
Der Großteil der Angriffe komme aus China und spanisch- oder portugiesischsprachigen Ländern, aber auch aus der ehemaligen Sowjetunion und Osteuropa. Dabei komme den Kriminellen die Naivität vieler Internet-Nutzer zugute. "Manche Leute denken einfach, dass das Internet eine Art virtuelle Welt darstellt", sagte Kaspersky. "Aber aus dieser virtuellen Welt hat man Zugang zu Informationen aus der realen Welt wie etwa Kontozugangsdaten." Viele machten sich immer noch nicht ausreichend Gedanken über Sicherheitsfragen.
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