Shell verhandelt weiter über Vertrag mit irakischer Regierung
dpa
London (dpa-AFX) - Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell hat die Verhandlungen mit der irakischen Regierung über eine Rückkehr in den Ölförderstaat weiter fortgesetzt. "Die Verhandlungen gehen weiter", sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch. Zu weiteren Details der Gespräche wollte er keine Angaben machen. Bereits am Vortag hatte der Konkurrent BP weitere Verhandlungen mit der irakischen Regierung bestätigt. Am Sonntag hatte noch ein US-Diplomat in Bagdad Zweifel am Zustandekommen eines Vertrags geäußert.
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Der Irak führte zuletzt mit mehreren führenden Ölkonzernen Gespräche über Dienstleistungsverträge, die nach Einschätzung von Beobachtern nur ein oder zwei Jahre laufen dürften. Allerdings würden die Verträge den Ölmultis eine gute Position für künftige Geschäfte im Irak einräumen, heißt es weiter. Experten rechnen mit einer massiven Steigerung der Ölproduktion im Irak.
Der Staat an Euphrat und Tigris gilt als das Land mit den drittgrößten Erdölreserven der Welt. Experten sprechen von Vorkommen im Umfang von rund 112 Milliarden Barrel. Das Erschließen und Ausbeuten neuer Lagerstätten war in den 1980er Jahren zum Stillstand gekommen. Mit der in den letzten Monaten verbesserten Sicherheitslage stieg die Erdölförderung wieder auf einen Wert von 2,5 Millionen Barrel pro Tag, was in etwa der Fördermenge von vor 2003 entspricht.
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