Schweden will Haftung bei Atomunfällen verteuern

dpa | 18.02.2010
Bild: Atomkraftwerk


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Stockholm - Die schwedische Regierung will die Haftungsbeträge für Betreiber von Atomkraftwerken drastisch anheben, aber auch Ersatz-Neubauten für stillgelegte Reaktoren zulassen. Umweltminister Andreas Carlgren teilte am Donnerstag in Stockholm mit: "Die Eigner von Atomreaktoren müssen die volle Verantwortung für die Sicherheit und die Versicherung ihrer Anlagen tragen."


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Carlgren kündigte weiter an, dass mit der neuen Initiative auch ein seit 1980 geltendes Verbot für Neubauten von Atomreaktoren außer Kraft gesetzt werden soll. Nach dem Willen der Regierung können in Zukunft bis zu zehn Reaktoren gleichzeitig betrieben werden. Diese Zahl von Reaktoren hat Schweden seit der Abschaltung der beiden Reaktoren Barsebäck bei Malmö in Betrieb. Neue Reaktoren als Ersatz für stillgelegte müssten auf dem jeweiligen Gelände der bestehenden Kraftwerke Ringhals, Forsmark und Oskarshamn gebaut werden.

Bis jetzt ist die Haftung für Folgen von Atomunfällen auf drei Milliarden Kronen (300 Mio Euro) beschränkt. Die Mitte-Rechts-Regierung von Minister Fredrik Reinfeldt will sie auf zwölf Milliarden Kronen anheben. Die Betreiber von Atomreaktoren sollen sich dabei auf ein gegenseitiges Versicherungssystem verpflichten, wie es auch in anderen Ländern üblich sei.



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