Schröder trifft Putin: "Ostseepipeline 2011 am Netz"

dpa
Bild: Bauarbeiten an einer Pipeline


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Moskau - Mitten im russisch-ukrainischen Gas-Streit hat sich der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Mittwoch mit dem russischen Regierungschef Wladimir Putin in St. Petersburg getroffen. Angesichts des Lieferstopps von russischem Gas durch die Ukraine nach Westeuropa unterstützten die befreundeten Politiker erneut den geplanten Bau der Ostseepipeline Nord Stream. Das meldete die Agentur Interfax. Als Aufsichtsratsvorsitzender von Nord Stream sagte Schröder, dass die Pipeline im Oktober 2011 ans Netz gehen solle. Dieses Vorhaben sei wichtig für die künftige Energiesicherheit Europas, betonte Schröder nach russischen Angaben.


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Putin und Schröder begrüßten demnach auch den Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel, internationale Beobachter in die Ukraine zu entsenden. Russland wirft Kiew "Gas-Diebstahl" vor. Putin betonte, dass der aktuelle Energie-Konflikt mit der Ukraine das Vorhaben der Ostseepipeline beflügelt habe. "Unsere europäischen Partner sind heute von der Notwendigkeit dieses Projektes überzeugt und davon, dass es bald umgesetzt wird", sagte Putin.

Das 2005 mit Sitz im schweizerischen Zug gegründete Unternehmen Nord Stream ist ein Konsortium, an dem auch die deutschen Unternehmen BASF/Wintershall und E.ON Ruhrgas beteiligt sind. Russlands Gasmonomolist Gazprom hält 51 Prozent. Die Nord Stream Pipeline soll aus zwei je etwa 1200 Kilometer langen Strängen bestehen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 7,4 Milliarden Euro. Nach Fertigstellung des zweiten Strangs 2012 soll sich die Kapazität auf rund 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr verdoppeln. Damit können mehr als 25 Millionen europäische Haushalte mit Energie versorgt werden.



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