Schnellladen kann den Smartphone-Akku beschädigen

Köln / München - Technologien, die den Ladevorgang von Smartphone-Akkus verkürzen, sind seit Monaten großes Thema in der Mobilfunk-Branche. Doch können diese Funktionen dem Akku tatsächlich schaden?

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Bild: Mann lädt Smartphone auf Bild: ©Piotr Adamowicz/iStock/thinkstock.de / Text: dpa/tmn, Verivox

Die Akkuhaltbarkeit gehört zu den nervigen Schwachstellen bei Smartphones. Oft halten die Akkus nicht einmal einen ganzen Tag, spätestens am Abend muss das Telefon an die Steckdose. Einige Hersteller bieten deshalb eine Schnellladefunktion, mit der schon nach ein paar Minuten genug Saft im Akku ist, um noch ein paar Stunden durchzuhalten.

Zum Teil irreversible Schäden

Allerdings hält sich ein hartnäckiges Gerücht: Die Schnellladefunktion könne dem Akku auf Dauer schaden. Stephan Scheuer, Batterie-Experte des Tüv Rheinland bestätigt dies. Die höheren Ströme erzeugten im Endeffekt auch höhere Temperaturen. Diese wiederum führten zu "beschleunigten chemischen und in der Folge zu teilweise irreversiblen physikalischen Reaktionen im Electrolyt und in den Materialien", so Scheuer.

Dass die Schnellladefunktion den Akku beschädigen kann, bestätigt auch Torsten Neumann vom Testcenter des Fachmagazins "Chip". Aber: "Das "Problem" gibt es schon immer beim Laden von Akkus, denn wo Strom fließt, wird ein Teil davon in Wärme umgesetzt. Deswegen wissen die Hersteller mittlerweile, diese negativen Effekte weitgehend zu kompensieren", sagt Neumann. Sorgen, dass der schnellgeladene Akku besonders anfällig ist oder über die normale Lebensdauer eines Geräts schneller kaputt geht, seien daher unnötig.

Der Tipp von von Verivox: Verbraucher, die auf Nummer sicher gehen möchten, sollten ein langsameres Aufladen in Kauf nehmen. Denn gerade bei fest verbauten Akkus wäre der Kapazitätsverlust mehr als ärgerlich.

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