Schmid will für die Zukunft von MobilCom kämpfen

dpa | 22.02.2003
Bild: Telefon mit Wahltasten


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Berlin/Hamburg (dpa) - Der Gründer und langjährige Vorstandschef von MobilCom, Gerhard Schmid, will für die Zukunft des Unternehmens kämpfen. Mit seinem persönlichen Insolvenzverfahren wolle er erreichen, dass im Sinne der Aktionäre des Unternehmens Vermögenswerte geschützt und rund 5 000 Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden, sagte Schmid dem TV-Sender n-tv am Samstag.

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Der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens, Dieter Vogel, sei "ein klarer Interessenvertreter der Bundesregierung, die wiederum Grossaktionär beim Wettbewerber Deutsche Telekom sei", sagte Schmid. Dessen Ziel sei es, von MobilCom die Preisgabe der UMTS- Lizenz zu erreichen und damit "einen Wettbewerber der Telekom im Netzbetreibergeschäft still und heimlich zu entsorgen". Vogel fühle sich als "Gesandter der Bundesregierung" und wolle sich dort anbiedern für die nächsten Aufträge. "Bei MobilCom setzt er das Desaster fort, das er vorher schon bei Thyssen produziert hat". Das Unternehmen gehe damit einen "falschen Weg".

Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hatte Schmid am Freitag vergangener Woche Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Schmid hält in seinem Vermögen rund 37 Prozent der MobilCom-Aktien, die zur Besicherung von Krediten an Banken verpfändet sind. Durch den Kursverlust der MobilCom-Aktie reichten diese Sicherheiten nicht mehr aus, hatte er erklärt.

Begriffe aus diesem Artikel:
Netzbetreiber Provider UMTS



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