Schärfere Preiskontrolle bei Strom und Lebensmitteln kommt
dpa | 30.11.2007
Berlin (dpa) - Energie- und Handelskonzerne unterliegen künftig einer strengeren staatlichen Preiskontrolle. Der Bundesrat billigte am Freitag das vom Bundestag bereits beschlossene Gesetz für eine schärfere Wettbewerbsaufsicht. Das Bundeskartellamt bekommt mehr Rechte und soll überhöhte Strom- und Gaspreise ebenso verhindern wie den Verkauf von Lebensmitteln unter dem Einkaufspreis. Versorger wie E.ON und RWE werden von den Behörden verdächtigt, durch Absprachen die Strompreise absichtlich in die Höhe getrieben zu haben.
- Anzeige -
Strom- und Gaskonzerne dürfen von ihren Kunden keine Preise mehr fordern, die die tatsächlichen Produktionskosten "in unangemessener Weise" überschreiten. Auf Verdacht müssen die Versorger ihre Kosten und Kalkulationen offenlegen und damit rechnen, dass der Staat eine Preissenkung erzwingt. Damit wird die Beweislast umgekehrt. Bisher mussten die Kartellbehörden die Kalkulationen der Unternehmen durch langwierige Prüfungen selbst ermitteln.
FDP und Grüne bezweifeln, dass das Gesetz tatsächlich zu sinkenden Preisen führt. Die Linke fordert die Rückkehr zu einer vollständigen staatlichen Preiskontrolle bei Strom und Gas. Im Einzelhandel soll das Gesetz Lockvogel-Angebote bei Discountern verhindern. Künftig ist auch ein gelegentlicher Verkauf unter Einkaufspreis grundsätzlich verboten, wenn es sich nicht um Schlussverkäufe oder um Lebensmittel kurz vor dem Verfallsdatum handelt.
Weitere Nachrichten vom 30.11.2007
- Handy-Besitzer können ihren Anteil am Klimawandel ausrechnen
- Netzagentur bereitet Boden für weitere Absenkung der Handy-Tarife
- Atombehörde IAEA gibt grünes Licht für russische Brennstäbe an Iran
- Google bietet in den USA für Mobilfunk-Frequenzen mit
- Claassen-Prozess um WM-Tickets geht weiter - Revision eingelegt
- Ministerium erteilt Wiederanfahrgenehmigung für Biblis B
- Männer drucken mehr als Frauen
- Studie: Erneuerbare Energien können Kernenergie nicht ersetzen
- Energiepreise treiben Euro-Inflation auf Sechs-Jahreshoch
- EU will Einlagerung von CO2 unter der Erde fördern
- Telefondaten werden gespeichert - neue Regeln für Telefonüberwachung
- vybemobile Weihnachtsaktion: Jeden Monat 100 Gratis-SMS
- Handyrecycling für den Umweltschutz
- Statistisches Bundesamt: Fast 70 Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren nutzen das Internet
- Ende des Steinkohle-Bergbaus im Jahr 2018 beschlossen
- Spritpreise: Wie Autofahrer sparen können
- Größtes je in China gebautes Kohlekraftwerk ans Netz gegangen
- Gazprom will Geschäft in den Vereinigten Staaten ausbauen
- Zeitung: Mobilfunkkonzern Sprint Nextel lehnt Milliardenofferte ab
- Über ein Drittel der Stromanbieter erhöhen Strompreise um bis zu 25 Prozent
- AT&T-Chef: iPhone 2008 in USA mit schnellerem Internet-Zugang

