Schaden durch Software-Piraterie in Deutschland mit am größten
Paris - Laut einer Studie ist der wirtschaftliche Schaden durch Software-Piraterie im vergangenen Jahr in Deutschland weltweit mit am größten gewesen. 2009 habe sich der Wert illegal genutzter oder weitergegebener Computer-Programme auf insgesamt 2,02 Milliarden US-Dollar (1,57 Milliarden Euro) belaufen. Wobei Deutschland international Platz sechs belegt habe, wie der Software-Herstellerverband Business Software Alliance (BSA) am Dienstag mitteilte. Platz eins der Länder mit dem höchsten Gesamtwert illegal genutzter Programme belegten der Studie zufolge die USA mit rund 8,39 Milliarden Dollar, gefolgt von China (7,58 Milliarden Dollar) und Russland (2,61 Milliarden Dollar). Weltweit entstand ein Schaden von 51,4 Milliarden Dollar. Das sind drei Prozent weniger als 2008.
Trotz des hohen Gesamtwertes illegal genutzter Software in Deutschland ist der Anteil gestohlener Programme auf deutschen Computern insgesamt vergleichsweise niedrig, wie die BSA mitteilte. 28 Prozent der genutzten Programme seien in Deutschland illegal auf Rechnern installiert, die Bundesrepublik belegte damit unter den insgesamt 111 untersuchten Ländern Platz 13 der Staaten mit dem niedrigsten Anteil von Piraten-Software. Am wenigsten illegale Software mit einem Anteil von nur rund einem Fünftel (20 Prozent) wird demnach in den USA genutzt, gefolgt von Japan und Luxemburg (je 21 Prozent) sowie Neuseeland mit (22 Prozent).
Am häufigsten weltweit wird illegale Software im russischen Nachbarstaat Georgien mit einem Anteil von 95 Prozent der installierten Programme genutzt, wie die BSA mitteilte. Platz zwei belegte demnach Simbabwe im Süden Afrikas mit einem Anteil von 92 Prozent, gefolgt von Bangladesh in Südostasien und Moldawien in Südosteuropa (jeweils 91 Prozent). Weltweit lag der Anteil illegaler Software 2009 den Angaben zufolge bei 43 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als noch 2008.
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