Schadcode verbreitet sich auch über Wechselmedien
- 1 | Wechselmedien können Viren enthalten
- 2 | Den Computer umfassend gegen Angriffe schützen
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München - Viren oder Trojaner können verheerende Schäden auf Computern anrichten. Ist der eigene Rechner erst infiziert, sind Schadprogramme nur schwer zu vernichten. Gefahren für den PC gehen aber nicht nur vom unbedachten Surfen im Internet oder dem Öffnen von E-Mail-Anhängen aus: Zunehmend verbreitet sich Schadcode auch über Wechselmedien wie USB-Sticks oder externe Festplatten.
"Viren suchen sich stets neue Verbreitungswege", erklärt Christoph Hardy vom Sophos, einem Anbieter für IT-Sicherheitslösungen in Mainz. Mobiler Datentransport sei deshalb eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für den eigenen Computer.
Ganz im Gegenteil: Im Jahr 2008 waren annähernd zwei Drittel aller potenziellen Infektionen mit Schadcode in Europa und Afrika sowie dem Mittleren Osten auf die Nutzung von Wechselmedien zurückzuführen. Das geht aus dem "Internet Security Threat Report" des Softwareanbieters Symantec aus München hervor, der aktuelle Netz-Gefahren analysiert. Ein Jahr zuvor waren es erst 44 Prozent gewesen.
"Beim Anschließen von portablen Datenträgern verbreitet sich die Malware heimlich durch sogenannte Shared Executable Files", erläutert Virenforscher Candid Wüest von Symantec. Anwender gäben den Schadcode auf diesem Weg manuell, quasi per Hand, an andere Nutzer weiter. Weil Wechselmedien und andere tragbare Massenspeicher vermehrt Anwendung finden, würden auch mehr Schädlinge über diesen Kanal verbreitet.
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